Sozialminister Laumann: „Ehrenamtlich Tätige können sich schon bald auf einen 100-prozentigen Unfallschutz verlassen“
Düsseldorf, 04.07.2006
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
Das Sommerfest im Sportverein, die Ferienfreizeit der Kirchengemeinde, der Basar für den guten Zweck: „Ehrenamtliches Engagement ist in unserer Gesellschaft unverzichtbar. Aber oft ist das Ehrenamt auch mit Risiken verbunden“, betont NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann. Schnell kann im Sportverein ein Unfall passieren. „Darum ist es wichtig, dass sich die ehrenamtlich Tätigen auf einen 100-prozentigen Unfallschutz verlassen können“, erklärt der Minister. Aus diesem Grund hat heute (4. Juli) das Landeskabinett den Weg für einen verbesserten Unfallversicherungsschutz frei gemacht.
Der Rheinische Gemeindeunfallversicherungsverband und der Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe werden ab dem 1. November 2006 für den Schutz der ehrenamtlich Tätigen zuständig. Die Verbände haben ihre Satzungen dementsprechend geändert. Das Kabinett hat nun dafür grünes Licht gegeben. „Die ehrenamtlich Tätigen werden somit in den Genuss des kompletten Leistungsspektrums der gesetzlichen Unfallversicherung kommen“, erklärt Minister Laumann. Darunter fallen unter anderem Heilbehandlungen, Rehabilitationen, die Unfallrente und Hinterbliebenenleistungen.
Bislang waren die ehrenamtlich Tätigen über einen privatrechtlichen Versicherungsvertrag des Landes NRW versichert. „Mit der neuen Regelung jedoch verbessert sich der Schutz dieser Personen deutlich, weil die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung über die bisher vorgesehenen Leistungen hinausgehen“, betont Minister Laumann.
Das NRW-Sozialministerium hatte im Bundesrat eine gesetzliche Änderung auf den Weg gebracht, nach der ehrenamtlich Tätige in den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung einbezogen werden können. „Diese Menschen setzen sich für die Gemeinschaft ein. Deshalb sollen sie auch durch die Solidargemeinschaft abgesichert werden“, erklärt Minister Karl-Josef Laumann.







